Hochschulen

Hochschulprofessuren mit Arbeitsgruppen sind die klassische und am stärksten etablierte Organisationsform der physikalischen Forschung. Die Forschungsfelder sind dabei an den meisten Universitäten ähnlich strukturiert und folgen einer Unterscheidung von Theoretischer und Experimenteller Physik sowie einer Differenzierung in innerfachliche Ausrichtungen wie Festkörperphysik, Kernphysik, Astrophysik und interdisziplinäre Teilgebiete wie Bio- und Medizinphysik.

Während also die Organisationsformen der physikalischen Institute an Universitäten nach außen relativ ähnlich wirken, lassen sich bundesweit deutliche Unterschiede in den Geschlechterdynamiken in der Physik beobachten.

Das Teilprojekt rückt diese Dynamiken in den Mittelpunkt der Forschung. Untersucht werden die Beziehungen zwischen Organisationsstrukturen, physikalischer Fachkultur und Geschlechterarrangements an mehreren Hochschulen in den alten und neuen Bundesländern. Zum einen soll geklärt werden, ob und wie sich Fach- und Geschlechterkulturen an den physikalischen Instituten aufgrund regionaler, lokaler und historischer Besonderheiten unterschiedlich ausprägen. Zum anderen werden Unterschiede in der Organisationsstruktur und Fachkultur zwischen Technischen Universitäten und klassischen Volluniversitäten in den Blick genommen.